Test

Volksbose

16. Januar 2012

Bose Cinemate GS Series II

Darf es auch etwas weniger sein? Nach unserem ausführlichen Test des Cinemate 1 SR Systems vor einem Monat wollte ich wissen, was das preisgünstigere Modell, das GS Series II System, zu bieten hat, und worauf man verzichten muss.

Darf es auch etwas weniger sein? Nach unserem ausführlichen Test des Cinemate 1 SR Systems vor einem Monat wollte ich wissen, was das preisgünstigere Modell, das GS Series II System zu bieten hat, und worauf man verzichten muss.

Da beide Systeme in diversen Teilen identisch sind, gestatte ich mir, anstelle von Copy-Paste Wiederholungen auf die entsprechenden Passagen im Cinemate 1SR Testbericht hinzuweisen resp. einen Link zu setzen.

Alles dabei

Die Verpackung ist diesmal wesentlich handlicher, obschon das Cinemate GS Series II Digital Home Cinema System von Bose im wesentlichen aus fünf Teilen besteht:

2 Gemstone Lautsprecher (Typ Cinemate GS Series II! Bose produziert verschiedene Gemstone Modelle)
1 Acoustimass Modul (Subwoofer) (nicht das selbe Modell wie bei der 1SR, da nicht wireless)
1 Schnittstellen- resp. Interfacemodul
1 Universal-Fernbedienung (identisch mit derjenigen des 1SR Systems)

Alles dabei

Da wir es diesmal mit einem verkabelten System zu tun haben, dauert der Aufbau etwas länger als beim 1SR System. Zusätzlich finde ich nun plötzlich die diversen sichtbaren Kabel störend (wie schnell gewöhnt man sich doch an Komfort!).

Die beigepackten Bose-Kabel sind Spezialanfertigungen, können also nicht einfach durch andere (z.B. einfache Lautsprecherkabel) ersetzt werden. Dafür sind sie bestimmt lang genug für alle «Normalsituationen».

Die Zentrale bildet der Subwoofer, an den die Gemstones und das Interfacemodul angeschlossen werden. Dieses Acoustimass Modul muss dann noch mit Strom versorgt werden.

Die Anschlussbuchsen auf der Rückseite des Acoustimass Moduls.

Der Audioausgang des Fernsehers (analog = Cinch, digital = optical, beide Kabel sind beigepackt) wird mit dem Inerfacemodul verbunden, das gut sichtbar vor dem Fernseher platziert werden muss, da es die Infrarotsignale der Fernbedienung empfängt (beschränkt sich auf on/off und Volume + und -).

Die Gemstones werden beidseitig des Fernsehers mit mindestens 1 m gegenseitigem Abstand aufgestellt. Möchte man die kleinen Boxen auf die ideale Ohrenhöhe heben, gibt es dazu von Bose separat erwerbbare Ständer.

Kein Einmessen

Beim 1SR System folgte nun der Einmessvorgang mit dem Adaptiq Audio Calibration System. Dies fällt beim GS Series II System weg, was den grösseren Teil der Preisreduktion erklärt. Man kann das System also nicht auf den Raum optimieren.

Und wie bei Bose üblich gibt es (ausser mehr oder weniger Subwoofer-Bassanteil) keine Klangkorrekturmöglichkeiten. Für die einen ist das inakzeptabel, für die anderen ideal.

Das Interfacemodul dient als Signalwandler und Infrarotempfänger.

Programmierbare Fernbedienung

Da die Fernbedienung exakt die selbe ist, die ich schon im Cinemate 1SR Test besprach, möchte ich die Wiederholung vermeiden. Hier geht's zum entsprechenden Kapitel.

Klang

Meine Aussagen zum Klang des 1SR Systems treffen auch zumindest zum grösseren Teil hier zu. Erstaunlich ist, dass auch ohne Einmessvorgang die Klangqualität überraschend gut ist, wenn die Quelle vernünftige Soundqualität bietet. Auch hier gilt: Je besser das Ausgangsmaterial, desto grösser der Qualitätszuwachs.

Überraschend auch, dass (im Gegensatz zu herkömmlichen Lautsprechersystemen) die Position der Hochtöner eine wesentlich geringere Rolle spielt, die «Nichtohrhöhe» nicht die zu erwartende Klangverschlechterung bewirkt.

Stereo

Durch die Anordnung der zwei Lautsprecher (im Gegensatz zur Soundbar beim 1SR System) ist der Stereoeindruck ausgeprägter, der Gesamtklang kommt demjenigen einer guten Stereoanlage näher. Trotzdem bleibt für mich die Cinemate GS Series II ein TV-Klangverbesserer (ohne Surround-Möglichkeit) und nicht ein «Musikgenussanlageersatz».

Der günstige Weg zum "bosefizierten" Fernsehgenuss.

Fazit

Das Volksbose-Cinematesystem bietet klanglich Vergleichbares zum 1SR System, kann jedoch wegen fehlendem Adaptiq System nicht auf den Raum eingemessen werden und muss etwas mühsamer verkabelt werden. Was durch die fehlende Klangoptimierung verloren geht, wird durch eine etwas bessere Stereotrennung beinahe wettgemacht.

Wer sich also sein Fernseherlebnis möglichst günstig «bosefizieren» möchte, kann sich diesen Wunsch mit der Cinemate GS Series II erfüllen.